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Naturraum und Topographie
Mengeringhausen gehört gemäß der naturräumlichen Gliederung Deutschlands zur "Waldecker Tafel", die auch als "Waldecker Hochfläche" bezeichnet wird. Sie erstreckt sich in einer Breite von ca. 20 km zwischen Eder und Diemel.

Insgesamt wird die Mengeringhäuser Gemarkung aus drei naturräumlichen Untereinheiten zusammengesetzt.

Der westlich der B 252 gelegene Teil gehört dem "Twister Hügelland" an, das durch die erodierende Tätigkeit der Twiste zu einem vielförmig gestalteten Hügelland wurde.

Der östliche Teil der Gemarkung gehört zur "Arolser Platte", einer flachen, fast ebenen Buntsandsteinhochfläche.

Ein Teil im Südosten gehört der naturräumlichen Gliederungseinheit "Langer Wald" an. Dazu zählen Flächen auf dem Hagen, Kappelberg und der Schafberg.

Die Gemarkung ist topographisch sehr stark von den Talzügen der Twiste mit den Nebentälern von Aar, Bicke und Watter geprägt. Geologisch nimmt der größte Teil des Raumes der mittlere Buntsandstein ein und der deswegen besonders bodenbildend ist. Somit wird der überwiegende Teil der Gemarkung von Buntsandstein-Verwitterungsböden bedeckt. In Abhängigkeit vom Ausgangsmaterial handelt es sich hierbei um einen mittel- bis feinkörnigen, stark sandigen Lehm. Während der Bodenbildung wurden einzelne Hanglagen durch Lößüberwehungen verbessert. Während die durchschnittliche Bodenwertzahl der Gemarkung bei 41,3 liegt, weisen die begünstigten Lagen eine Wertzahl von 74 auf. Dies ist beispielsweise an den ost- und südexponierten Hängen des "Weißen Steins", des "Hüllohs" und des "Spielbergs" der Fall. Die niedrigsten Bodenwerte bis unter 15 gibt es an Standorten im Aar- und Thieletal, wo der Boden teilweise mit tonigem Material angereichert ist. Abschließend kann man festhalten, dass tiefgründige, mittelschwere Böden vorherrschend sind.

Klima
Die Gemarkung Mengeringhausens liegt überwiegend unter ozeanischem Einfluss. Das Wetter ist durch von Westen heranströmende feuchte Luftmassen geprägt. Dennoch macht sich hier auch schon kontinentales Klima bemerkbar. Ostwaldeck und so auch Mengeringhausen liegt geschützt im Regenschatten des als Barriere wirkenden Rheinischen Schiefergebirges (Sauerland).

Die Sommermonate zeichnen sich mit einem Maximum an Niederschlägen aus. Ursache hierfür sind auftretende, gewittrige Regenfälle. An etwa 170 bis 180 Tagen des Jahres ist mit Niederschlägen zu rechnen, von denen ca. 10 % in Form von Schnee fallen. Das Jahresmittel beträgt 654 mm. Im Juli fallen 79 mm und im August 66 mm Niederschlag.

In den Wintermonaten Dezember (54 mm) und Januar (49 mm) fallen die geringsten Niederschläge.

Nach dem hessischen Klimaatlas gehört Mengeringhausen zum Klimaraum "Westliches Mitteldeutschland". Die Gemeinde liegt auf der Grenze zwischen den Klimabezirken "Weser-Bergland" und "Nordhessisches Bergland".

Etwa ein Drittel der Winde kommen aus südwestlicher Richtung. Ein weiteres Drittel kommt aus nördlicher Richtung. Nur ca. 15 % entfallen auf Westwinde.

Die jährliche Durchschnittstemperatur beträgt 8° C. In den Monaten Juli und August liegt die mittlere Temperatur bei 17° C. An 20 bis 30 Tagen betragen die Temperaturen 25° C und mehr. Die niedrigsten Temperaturen werden im Dezember (0,5° C), Januar (-1,5° C) und Februar (-0,5 °C) erreicht. Aus diesen Werten ergibt sich eine Jahresschwankung von 18° C.

Deutlich wird, dass das Klima schon stark dem Binnenlandtyp ähnelt: Das wird daran sichtbar, das die ersten Fröste bereits vor Mitte Oktober (12.10.) und die letzten Fröste noch fast Mitte Mai (12.05.) zu erwarten sind. Ein weiterer Indikator für das schon dem Kontinentalklima ähnelnde Klima sind die 103,6 Frosttage und die 16,8 Sommertage.

Wald
Der überwiegende Teil der Mengeringhäuser Waldfläche wird durch Laubbaumarten (Buche und Eiche) eingenommen. Das entspricht der potentiell natürlichen Vegetation dieser Gegend. Darunter versteht man die Vegetation, die sich unter den gegebenen Umweltbedingungen ohne den Eingriff des Menschen, d.h. bei ausbleibender Nutzung entwickeln würde. Endzustand einer derartigen Entwicklung wären in der Regel Waldgesellschaften. In der Gemarkung wären demnach Buchen und Buchenmischwälder auf mittleren Braunerden, stellenweise als Braunmullbuchenwälder anzutreffen. Auf den ärmeren Standorten wären Übergänge zu Moderbuchenwaldgesellschaften vorzufinden. Auch hier dominiert die Buche als bestandsbildende Baumart.

Bestimmende Arten der Baumschicht sind in Abhängigkeit von den kleinräumigen Standortausprägungen neben der Buche (Fagus silvatica) u. a. noch Feldahorn (Acer campestre), Stieleiche (Quercus robur), Spitzahorn (Acer platanoides), Bergulme (Ulmus glabra), Gemeine Esche (Fraxinus excelsior), Bergahorn (Acer pseudoplatanus), Hainbuche (Carpinus betulus), Winterlinde (Tilia cordata), Gemeine Birke (Betula pendula) und Traubeneiche (Quercus petraea).

Die Strauchschicht umfasst u. a. folgende Gehölze: Schlehe (Prunus spinosa), Gemeine Waldrebe (Clematis vitalba), Wolliger Schneeball (Viburnum lantana), Roter Hartriegel (Cornus sanguinea), Gewöhnlicher Schneeball (Viburnum opulus), Roter Holunder (Sambucus racemosa), Weißdorn (Crataegus spec.), Waldhasel (Corylus avellana), Gemeine Eberesche (Sorbus aucuparia) und Schwarzer Holunder (Sambucus nigra).

Die genannten Sträucher bilden im wesentlichen die Bestände der heutigen naturnahen Waldmantelzonen.