Wegweiser: Die Stadt -> Lage & Kern
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Mengeringhausen liegt ca. zwei Kilometer südwestlich von Bad Arolsen, in einer Höhe von 296 m über NN. Die Stadt befindet sich in einem von West nach Ost verlaufenden flachen Tal. Dieser Talzug wird von der Eisenbahnlinie Kassel ? Wolfhagen ? Korbach und der B 252 benutzt.

Durch Mengeringhausen fließt ein kleines Flüsschen, die Aar, die an der Ostseite der Gemarkung die Thiele aufnimmt und zwischen Wetterburg und Külte in die Twiste mündet.

Die 2007 Hektar große Gemeinde wird im Norden und Nordosten von den Fluren der Stadt Bad Arolsen und der Gemeinde Helsen, im Nordwesten und Westen von den Gemeinden Massenhausen und Gembeck begrenzt. Im Südwesten schließt sich die Gemarkung von Twiste, im Süden die Gemarkung von Elleringhausen und im Südosten und Osten die der Gemeinde Braunsen an.

Die durchschnittliche Höhe über NN der landwirtschaftlichen Nutzflächen innerhalb der Gemarkung beträgt 330 m (260 m bis 400 m).

Die unmittelbare Umgebung der Stadt ist durch Gärten, Acker- und Wiesenfluren gekennzeichnet. Der Gemarkungsrand wird von einem fast lückenlosen Waldgürtel eingenommen, der lediglich an drei Stellen unterbrochen ist. In Richtung Bad Arolsen beträgt diese Öffnung ca. 2 km, im Nordwesten nach Massenhausen ist sie 1,5 km groß und im Süden nach Richtung Twistetal nur ca. 1 km. Durch diese eigenartige Freiland-Wald-Verteilung erhält das Landschaftsbild der Mengeringhäuser Gemarkung eine besondere Prägung.

Ausgehend vom historischen Stadtkern besteht um Mengeringhausen ein Grüngürtel. Ein Grünzug erstreckt sich von Westen nach Osten durch den Siedlungsbereich und folgt weitgehend dem Tal der Aar folgt. Ein weiterer Grünzug verläuft von Norden nach Süden. Im Bereich der Bahnlinie verläuft ebenfalls ein Grünzug. Dieser Grüngürtel trägt wesentlich zur Stabilität und Verbesserung des Stadtklimas bei. Darüber hinaus bewirkt er einen harmonischen Übergang des Siedlungsbereichs in die freie Landschaft.

Die gesamte Altstadt von Mengeringhausen liegt nördlich der Aar. Ihre Errichtung erfolgte im Bereich trockener und feuchter Standorte. Die feuchten Tal- und Bachauen wurden als Wiese und Weideland genutzt, die trockenen Standorte dienten als Ackerfläche.

Der historische Stadtkern der Stadt, besteht aus ?Alt- und Neustadt?. Die Altstadt, als der ältere Teil wird von einem west-östlich gerichtetem Oval gebildet, dessen Grundriss durch drei vom Unteren Tor und Oberen Tor ausgehenden Straßenzüge bestimmt wird. Daraus entstand ein gitterförmiges Straßennetz, mit der ?Marktstraße? und der ?Lange Straße? als Hauptstraßen. In diesem Gebiet bildet der Marktplatz, das Rathaus und die Kirche das Zentrum. Die westlich der ?Nicolaistraße? liegende ?Neustadt? zeigt ebenfalls einen ovalen Grundriss. Allerdings hat sie ein radförmiges Straßennetz, mit der ?Landstraße? als Hauptstraße.

Der historische Stadtkern ist ein hoch verdichteter Siedlungsraum. Ihre Bausubstanz besteht meistens aus zwei- und teilweise dreigeschossigen Fachwerkhäusern. Der Einfluss der niederdeutschen Vier-Ständer-Hallenbauweise ist an der Ausrichtung der Giebel zur Straße deutlich zu erkennen. Traufseitig ausgerichtete Fachwerkbauten des hessischen Ernhaustyps stoßen in Mengeringhausen an die Grenzen ihres nördlichen Verbreitungsgebietes. Beide Haustypen boten einen guten Rahmen für eine städtische Nutzung. Dazu war häufig eine landwirtschaftliche Nebenbeschäftigung der Bürger üblich. In Mengeringhausen ist diese Ackerbürgerkultur bei einigen Gebäuden des historischen Stadtkerns am großen Deelentor erkennbar.
Strasse mit Fachwekhäusern